Grundsatz

 

Im tiefsten Grundsatz bedeutet Coaching nichts anderes, als dass der ratsuchende Klient seinen Lösungsansatz und -weg selber definiert.

Ziel eines Coaching

 

Ziel des Coachings ist die Förderung und Erweiterung von Bewusstsein, Selbstreflexionsvermögen (über die eigene Person nachzudenken), Eigenverantwortung und Selbstwahrnehmung.

Rund ums Thema Coaching

 

Coaching ist eine professionelle Unterstützung im Umgang mit Situationen, die als herausfordernd, unangenehm oder konfliktbehaftet empfunden werden. Coaching hilft dabei, Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen, Ziele zu erreichen, Werte zu erfüllen und die vorhandenen Ressourcen und Stärken einzusetzen und zu entwickeln.

In der Regel findet Coaching im Rahmen einer Zweierbeziehung zwischen dem Coach und dem Klienten statt. Es gibt jedoch auch Formen des Coaching, bei denen der Coaching-Prozess gewisse Organisationsteile wie z.B. Gruppen und Teams, ganze Abteilungen oder mitunter sogar ganze Organisationen umfasst.

Im Fall von Einzelpersonen stellt Coaching die professionelle Begleitung in bestimmten beruflichen oder auch privaten Lebenssituationen dar, in welchen der Coach den Klienten auf systematische Weise unterstützt, eigene Wunsch- oder Zielvorstellungen zu entwickeln und zu erreichen.

Wirksames Coaching muss weder kompliziert noch lange sein. Wir halten uns an das Prinzip: So kurz wie möglich, so lange wie nötig. In der Regel dauert ein volles Coaching über alle Dimensionen ca. 6 bis 10 Sitzungen à 90 Minuten und ermöglicht nachhaltig und messbar die angestrebten Veränderungen zu erreichen.

 

Unsere Methode

Wir arbeiten nach einen systemischen Coaching-Verfahren, welches:

  • Klar strukturiert ist
  • Wertorientiert ist
  • Eine wissenschaftliche Wirksamkeit nachweist
  • Nachhaltig wirkt
  • Kontext-unabhängig ist
  • Auf der Identitäts- und Persönlichkeitsebene arbeitet und wirkt
  • Lösungs- und ressourcenorientiert ist

Bei uns stehen SIE mit IHREM Anliegen im Mittelpunkt!

Unsere Spezialisierung „Abnehmen“

 

Eine unserer Spezialisierungen ist natürlich die Thematik „Abnehmen“. Vor allem bei diesem Bereich gibt es fast immer ein dahinterliegendes Thema, welches uns im Abnehmprozess behindern könnte. Oft wollen wir auch aus völlig falschen Hintergründen oder falschen Antrieben abnehmen. Dies beeinflusst uns meist negativ in Bezug auf unseren Erfolg.

Wir bieten hier eine zusätzliche Dienstleistung zur Thematik „Abnehmen“ an, die an vielen Stellen vielfach vergessen wird. Vor allem Menschen, die bereits viele Diäten ausprobiert haben, könnten mit einem Coaching, abhängig von den Gegebenheiten, endlich Ihren gewünschten Erfolg erreichen.

Wir unterscheiden grundsätzlich zwei verschiedene Arten der Verfahren:

 

Small Coaching                                                  Full-Coachings

1 – 4 Sitzungen à 90 Minuten                               8 – 10 Sitzungen à 90 Minuten

Bewusstwerdung mit der Thematik und                Es werden alle Prozesse des St. Galler Coaching-

erste Lösungsansätze erarbeiten                           Modells erarbeitet.

Coaching auf andere Weise erklärt

Wenn wir uns einen Arm brechen, nützt es erstmal nichts nur zu wissen, was es brauchen würde, um den Arm zu heilen. Eine Salbe könnte die Heilung teilweise zwar vorantreiben, jedoch um den Bruch selbst zu verarzten, reicht sie nicht.

Wir müssen um diesen Bruch zu heilen zusätzlich einen Gips anlegen, um so eine Heilung zu ermöglichen.

In einem Coaching suchen wir gemeinsam eben diesen Bruch (Prägung) und legen gemeinsam einen Gips an (Auflösung).

Voraussetzungen

Das Coaching-Verfahren kann grundsätzlich mit allen gesunden Menschen und allen beliebigen Themen durchgeführt werden. Erfolgreiches Coaching basiert im Detail auf folgenden wesentlichen Voraussetzungen:

Bereit für neue Wege

Der Klient bringt den Mut und den Willen mit, sich zu verändern. Er / Sie will eigene Potenziale entdecken und entwickeln, sich selbst völlig neu wahrnehmen und über sich selbst nachdenken.

Gegenseitiges Vertrauen

Der Klient muss dem Coach vertrauen können. Sei es ein interner oder externer Coach, oft wird dieser vertraglich an eine Schweigepflicht gebunden.

Akzeptanz

Die Chemie zwischen Coach und Gecoachtem muss stimmen. Denn sie ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Coaching.

Kurzgeschichten

Der angekettete Elefant (Jorge Bucay)

Als ich ein kleiner Junge war, war ich vom Zirkus fasziniert und am meisten gefielen mir die Elefanten. Während der Vorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Grösse und seine Kraft zur Schau.

Nach der Vorstellung aber auch in der Zeit bis zur Vorstellung blieb der Elefant immer am Fuss an einem kleinen Pflock angekettet. Der Pflock war jedoch nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich ganz ausser Zweifel, dass ein Tier, das die Kraft hat, Bäume mitsamt der Wurzel auszureissen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte. Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute. Was hält ihn zurück? Warum macht er sich nicht auf und davon?

Als Kind vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Also fragte ich nach dem Rätsel des Elefanten. Einer antwortete mir, der Elefant mache sich nicht aus dem Staub, weil er dressiert sei. Meine nächste Frage lag auf der Hand: „Und wenn er dressiert ist, warum muss er dann angekettet werden?“.

Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort erhalten zu haben. Vor einigen Jahren fand ich heraus, dass zu meinem Glück doch schon weise genug gewesen war, eine Antwort auf das Rätsel des Elefanten zu haben:

Der Elefant flieht nicht, weil er schon seit früher Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist. Ich schloss die Augen und stellte mir den wehrlosen, neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher dass er in diesem Moment schubst, zieht und versucht, sich zu befreien. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht. Ich stelle mir vor, dass er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag wieder versucht und am nächsten und übernächsten wieder und wieder. Bis eines Tages, eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich sein Schicksal fügt.

Dieser riesige und mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, dass er es nicht kann! 

Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt. Das Schlimmste daran ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.

Der Tempel der tausend Spiegel

Es gab in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages kam ein Hund und erklomm den Berg. Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.

Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund, der den Berg erklomm. Auch er stieg die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel. Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.

Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohl gesonnen sind.

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zen-Meister.

“Herr”, fragten sie “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.” Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “Bitte, treibe keinen Spott mit uns.

Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?”

Es kam die gleiche Antwort: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: “Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst.

Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid.

In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”

Arme Leute

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf der Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: “Wie war dieser Ausflug?” “Sehr interessant!” antwortete der Sohn.”

Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?” “Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.” “Was hast du also gelernt?” fragte der Vater. Und der Sohn antwortete:

“Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört.

Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.”

Der Vater war sprachlos. Und der Sohn fügte noch hinzu: “Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.”

Die Durchreise

Ein Besucher sah mit Erstaunen, dass der Rabbi in einem Zimmer nur mit einem Tisch, einem Stuhl, einem Bett und ein paar wenigen Büchern lebte. “Rabbi, wo sind ihre Möbel?” fragte der Besucher. “Wo sind Ihre?” erwiderte der Rabbi. “Meine? Aber ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin auf der Durchreise”, sagte der Besucher. “Genau wie ich”, sagte der Rabbi.

Gespräch zwischen Zündholz und Kerze

Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze: “Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.”

“Oh nein”, erschrak die Kerze, “nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt. Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern.”

Das Zündholz fragte: “Aber willst du denn ein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?” “Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften”, flüstert die Kerze unsicher und voller Angst.

“Es ist wahr”, entgegnete das Zündholz. “Aber das ist doch das Geheimnis unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig.

Zünde ich dich nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, Feuer zu entfachen.

Du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles, was du an Schmerz und Leid und

Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben.”

Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: “Ich bitte dich, zünde mich an!”